Pressemitteilung

Adam Hübner, 1869 – 1948,  ist einer der wichtigen Ginsheimer Familienchronisten, der nicht nur das Leben in seiner Familie, den „Schließe-Hübners“[1] notierte, sondern vieles aus dem dörflichen Geschehen in seiner Lebenszeit aufschrieb.
Hinterlassen hat er aber auch das Schönschreibbuch seines Vater Adam Hübner V[2], der in den Jahren 1852 bis  1855 das „schöne“ Schreiben mit vielen Vorlagetexten in Eisengallustinte auf gebräuntem Velinpapier übte.
Das offenbar intensiv benutzte Heft überdauerte die vergangenen Jahre mit Fettflecken, eingerissenen Blatträndern, verklebten Seiten und unsachgemäßer Bindung mit dünnem Faden.

Das im Heimatmuseum aufbewahrte Kleinod hat der Heimat- und Verkehrsverein mit Förderung des städtischen Magistrats jetzt von der Frankfurter diplomierten Fachfrau für Archiv- und Bibliotheksgut Barbara Hassel restaurieren und konservieren lassen und damit einen weiteren Beitrag zur Erhaltung städtischen Kulturguts geleistet./Hf

 

[1]Haus Hauptstraße 68, gegenüber dem ehemaligen  Abwasser-Dammdurchbruch, der verschlossen werden konnte. Der „Schließe“.

[2] geb. 04.12.1841, gestorben 31. März 1900

„Der Eiche die Erinnerung gegeben“

Jede aktive teilnehmende Gruppe am Deutschen Turnfest vom 31. Mai bis 7. Juni 1987 erhielt einen Eiche –Setzling mit nach Hause.

Die Gruppe der Turn- und Sportvereinigung Ginsheim um Ilse Böhm pflanzte nach zweijähriger Aufzucht den Baum nahe dem Eingang der Ginsheimer Sporthalle, wo er seitdem zu einer
stattlichen Eiche heranwächst.
Heute setzten Martin und Jonas Hofmann sowie Michaela und Hans-Benno Hauf vom Heimat- und Verkehrsverein in Absprache mit dem Bürgermeister vor der Eiche einen beschrifteten
Erinnerungssandstein, der aus der historischen Dammmauer am Altrhein stammt./hf




Ginsheimer Flurbücher restauriert

Mit erheblicher Förderung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst und der Stadt Ginsheim-Gustavsburg
hat der Heimat- und Verkehrsverein 2018 in einem neuen Projekt zwei alte Ginsheimer Flurbücher von der Frankfurter Diplom-Restauratorin
Barbara Hassel  fachgerecht restaurieren lassen und somit einen weiteren Beitrag zur Erhaltung wertvollen Archivgutes geleistet.

Die Bilder zeigen den Zustand vor, während und nach der Bearbeitung

Straßennamen im Volksmund




Kuhgässje

Innerer Verbindungsweg zwischen der Bebauung

und den Gärten Wilhelm- Leuschner-Straße zur

Herrmann-Löns-Allee

etwa parallel der Pfarrer- Haus-Straße.

Enthüllung am 20. September 2018

durch den Herrn Bürgermeister und dem HVV

Projekt Lesungen

Erfolgreich weil beliebt sind die Lesungen, die in unregelmäßigen Abständen seit vielen Jahren stattfinden.

Zu Gast waren unter anderem Anette Grüßgen-Welp, Dr. Henkel, Sven Hieronymus, Heidrun Immenhof, Dr. Anton Maria Keim, Helmut Lehr, Dieter Schmitt und Walter Ullrich.

23.11.2010: Dr. Henkel "Meenzer Schwellköpp"
24.03.2011: Prof. Ernst Erich Metzner "Die Gründung von Ginsheim am oberen Main"
22.05.2011: Hans-Benno Hauf "Goethe in Ginsheim"
06.10.2011: Dr. Helmut Hinkel "Die Ginsheimer Pfarrei im Mittelalter"
25.10.2012: Helene Duch "Erinnerungen an eine verlorene Kindheit"
18.04.2013: Gertraud Lindemann "Ginsemer Gebabbel"
23.10.2013: Herbert Bonewitz "Ein Narr packt aus"
15.05.2014: Herbert Bonewitz "Ein Narr packt aus II"
08.10.2014: Gertraud Lindemann "Ginsemer Gebabbel II"
01.04.2015: Rainer Weisbecker "Allaa beim Äppelwoi"
28.01.2016: Günter Schenk „Das Fastnachts-ABC“
03.11.2016: Mundartduo Klaus Lohr und Franz Offenbecher „Bees danäwe“
02.11.2017: Oliver Poth als „De Guggugg“ mit dem Programm „Ourewäller Leit“
30.08.2018: Gertraud Lindemann „Mensch, hot die ir die Hoarn verkrotzt" 
24.10.2018: Gerd Kannegieser - Kabarett - Jubiläumsprogramm

Restaurierung Liederbuch und Schreibheft Jost und Katharina Traupel

Mit Förderung durch die Kulturstiftung GiGu e.V. und der Stadt Ginsheim-Gustavsburg gelang 2018 die Restaurierung des Liederbuchs von Johann Jost Traupel von 1826 und dem Schreibheft der Katharina Traupel, begonnen im Jahr 1838.

Die Arbeiten wurden von der Diplom-Restauratorin Barbara Hassel in Frankfurt ausgeführt.

Entdeckt und restauriert

An der Mündung des Altrheins steht bei KM 492,9 am Rheinufer ein Schild „Grenze zwischen Rhein und Altrhein“.
Seit wann und wer es einstmals aufgestellt hat, konnte nicht ermittelt werden.
Auch die rechtliche Bedeutung war beim Wasserschifffahrtsamt Mannheim, der Wasserwirtschaftsverwaltung der Bundesrepublik und der Stadt nicht zu klären.
Aber alt ist es, bestimmt an die hundert Jahre. Und so verwitterte die Schrift und der Rost machte sich breit, bis der Heimat- und Verkehrsverein sich des Kleinods annahm und Vereinsmitglied Josef Iberer die Spuren der Zeit fachmännisch und liebevoll beseitigte. 
Jetzt ist vom Schiff, Boot, Nachen oder Kanu aus wieder zu lesen, wo sie sein soll, die Grenze zwischen Rhein und Altrhein.

            

Ginsemer Gebabbel

Neuauflage von einem Projekt von Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Mainspitze vom 2.5.1988 bis 07.05.1988 im Oktober 2017 – Hans-Benno Hauf gebunden, 80 Seiten, u.a. mit:

 

Gebabbel vum Oofoang bis End                                                                                                   

Aabee                                  --->     WC ohne Wasserspülung

Aabeemick                          --->      dicke fette Schmeißfliege

aasch padend                     --->      tüchtige Hausfrau                                                                                          


Redewendungen

Zwei Freunde unterhalten sich über einen Dritten. Ein Hinzukommender fragt, von wem sie sprechen und bekommt diese scherzhafte Antwort: 

,,Ääwe iss es die Eck erum unn hot Schubbkarrn geraachd unn die Peif gedrückt" 

                                        

 Kinder und Kinderspiele           

Bummele, bummele Hollerstock

wieviel Herner hoat de Bock?

Wieviel Finger stehn?

Hesde liewer (2) geroade,

wersde net gebumbelt worn.

Spiel, bei dem ein Partner dem anderen auf den Rücken ,,bumbelt“ und anschließend  einige Finger abspreizt. Der Partner muss raten, wie viele es sind. Hat er falsch getippt, wird der zweite Teil aufgesagt und von vorne begonnen. 

 

 

Das „Postgässje“

Das „Postgässje“ – offiziell Hauptstraße zwischen den Häusern 57 und 59 – wurde als öffentlicher Weg von und zur Dammstraße und Hauptstraße am 27. August 1884 zwischen dem Ortsvorstand der Gemeinde und den Hofraithenbesitzern Johannes Rauch II und Georg Rauch IV vertraglich festgelegt.
Die feierliche Zusatzschildenthüllung nahm Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha am 23. August 2017 vor.

Vergilbt, zerfleddert, schwer zu entziffern


Teils unleserlich und gerade deswegen doch eines der wertvollsten historischen Büchlein Ginsheimer Geschichte:  Das Gänsezehnt-Verzeichnis.

Begonnen 1759, beendet 1828 enthält es 61 Vor- und Familiennamen, die in Ginsheim leben und den Gänsezehnt abliefern.

Die dringend notwendige Konservierung und Restaurierung erfolgte im Auftrag des Heimat- und Verkehrsvereins 2017 von Diplom-Restauratorin Barbara Hassel, Frankfurt.

Auszeichnung der Stadt

Auf Vorschlag des HVV wurde Pfarrer i.R. Heinrich Tischner aus Bensheim für seine langjährige Unterstützung des HVV und der Stadt bei der Übertragung und Erschließung von Jahrhunderte alten Schriften, Urkunden, Protokollen aus der Ginsheimer Geschichte am 8. Dezember 2016 mit dem Silberbarren der Stadt ausgezeichnet.
Zuletzt arbeitete er gut ein Jahr lang an der Übertragung und Kommentierung des Ginsheimer Gerichtsbuchs von 1592 – 1684



  von links:
 
Ingrid Tischner, Heinrich Tischner,

  Bürgermeister Thies Puttnins-von-Trotha,

  2. Vorsitzender Hans-Benno Hauf

Straßennamen im Volksmund

Milchgass“ enthüllt!

2016 konnten in Kooperation mit der Stadt zwei Straßenzusatzschilder finanziert werden.

Die Gustav-Adolf-Straße, 1914 angelegt und nach dem Schwedenkönig Gustav Adolf (1594 – 1632), dem Namensgeber des Stadtteils benannt, wurde im Volksmund „Milchgass“ getauft.

Das kam daher, weil allein in dieser kleinen Straße es zwei Milchgeschäfte gab, alle auf der südöstlichen Straßenseite gelegen.

Ginsheimer Schutzbrief und Pergamenturkunden aus dem 16. und 17. Jahrhundert restauriert

Am 13. August 1734 stellt Prinz Eugen von Savoyen, der mit einem kaiserlichen Heer in und um Trebur lagert, dem Dorf Ginzheim einen Schutzbrief (Salva Guardia) aus und befiehlt darin allen Soldaten, Häuser, Scheunen, Felder und Ernten zu schützen und zu schonen.

Die Restaurierung der Urkunden erfolgte durch die Frankfurter Diplom-Restauratorin Barbara Hassel im Auftrag des Heimat- und Verkehrsvereins.

Mit Unterstützung der Hessischen Landtagsabgeordneten Sabine Bächle-Scholz und Kerstin Geis wurde das Projekt vom Hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst Boris Rhein mit einem Bescheid in Höhe von 40 % der Restaurierungskosten gefördert.“