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Das Haus - unser Heimatmuseum
Das Haus, in dem sich heute das Heimatmuseum befindet, wurde zunächst nicht an dieser Stelle gebaut. Es war auch zunächst nicht - wie viele Ginsheimer meinen - ein Rathaus. Und es stammt nicht aus dem Jahre 1848, als es hier aufgebaut wurde. Wieso all dieses?
Anfang der 40er Jahre im vergangenen Jahrhundert war die Schülerzahl für den einzig vorhandenen Schulraum, in dem die 1. bis 8. Klasse gemeinsam unterrichtet wurde, zu klein geworden, so dass ein zweiter Klassenraum eingerichtet werden mußte. Der zweite Schulsaal aber fehlte noch. Viel Geld war nicht im Gemeindesäckel, also fand man eine ganz moderne Lösung: Man kaufte ein gebrauchtes Haus. Nun stand dieses Fachwerkhaus - schon damals etwa 120 Jahre alt - aber nicht in Ginsheim, sondern es war ein Forsthaus im Raunheimer Wald. Dort nahm man es auseinander, transportierte es nach Ginsheim und baute es hier sorgfältig wieder auf. Und hier steht es noch heute in der Hauptstraße 25.
Dieses Haus beherbergte neben den Schülern und der Lehrerwohnung bis 1900 auch den Gemeindebüttel. Von 1900 bis zum 23. Dezember 1977 war hier die Bürgermeisterei für den Ortsteil Ginsheim untergebracht.
Das inzwischen schon mehr als 270 Jahre alte Haus befand sich in einem trostlosen Zustand: das Fachwerk lag unter - stark beschädigtem - Putz und war nicht zu erkennen, innen war es mehr als verbraucht, und viele Gemeindevertreter wollten das Gebäude dem Abriß preisgeben.
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